Im Rahmen der Aktion „Zusammenstehen“ hat mich der Verein „Zukunftsfähiges Thüringen“ zu einer Lesung in den Hof der Wigbertikirche in Erfurt eingeladen. Es war eine gute Veranstaltung mit Musik von Peter Sarkar und interessierten Hörer*innen.
Die rechte Partei, die eine Alternative zur Demokratie sein will, hielt ihren Parteitag ab; Erfurt hielt dagegen – mit bunten Menschen, Musik, Kultur. Wie gut es ist, dass sich eine solche Vielfalt zusammenfand!
Wegen ihres Fokus auf sensationstaugliche Ereignisse spiegeln viele Medien das Geschehen am Wochenende vom 3.-5. Juli 2026 nur verzerrt wider. Sie finden es vielleicht schwer zu erkennen, dass ein solcher starker und enorm vielgestaltiger friedlicher Protest, wie wir ihn in Erfurt erlebt haben, bereits eine Sensation darstellt. Ich glaube nicht, dass die Protestierenden, wie einige öffentliche Medien meinten, ihr Ziel verfehlt hätten. Ja, sie haben den Parteitag nicht verhindert. Aber sie haben allen die Kraft gezeigt, die unsere Gesellschaft hervorbringt, um sich gegen blaubraune Menschenverächter zu wehren.
Und: sie haben den Abgeordneten – die gezwungen waren, um 2 Uhr morgens anzureisen – einen Blick auf den Sonnenaufgang über Erfurt ermöglicht. Der besteht aus allen Farben des Regenbogens.
